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An interview with two ambitious chefs Lode & Stijn

 

Wer seid ihr und was habt Uhr vor? Wir sind Lode van Zuylen (29 Jahr) und Stijn Remi (26 Jahr) und kommen beide aus den Niederlanden. Wir haben zusammen die Kochausbildung begonnen und anschließend drei Jahren zusammen gearbeitet. Danach sind wir beide unsere eigenen Wege gegangen und haben in verschiedene Restaurants gearbeitet. Via Amsterdam, Maastricht, Prag, Stockholm, Hamburg und San Francisco sind wir nun in Berlin angekommen. Hier werden wir voraussichtlich im nächsten halben Jahr unser eigenes Restaurant eröffnen.

Was bedeutet Euch Arbeit? L & S: Arbeit für uns ist nicht nur eine alltägliche Aktivität, vor allem bedeutet sie für uns sich selbst zu entwickeln und daran Freude zu haben. Vielleicht ist das schwer vorstellbar, aber wir genießen es um mit großem Stress umzugehen, uns auf den Punkt zu konzentrieren, der Kreativität freien Lauf zu lassen und gleichzeitig körperlich hart zu arbeiten. Vor allem der handwerkliche Aspekt unseres Berufes ist uns wichtig: etwas mit den eigenen Händen zu schaffen und das Endresultat zu betrachten, gibt uns ein besonderes Gefühl.

Kochen bedeutet für uns auch eine Kombination aus Wiederholung und Intuition. Einerseits verbessern wir durch ständige Wiederholung das Handwerk. Andererseits arbeiten wir intuitiv, unsere Erfahrung leitet uns dann den Weg, ohne groß darüber nachdenken zu müssen.

 

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Was ist das Wichtigste in Eurem Leben? 

L: Etwas zu tun womit ich Menschen glücklich machen kann. Ob das in meiner Arbeit ist oder im Alltag.

S: Und ein gefüllter Magen dazu!

Was tust ihr, wenn ihr Euch etwas Besonderes gönnen wollt?

L: Wenn ich mir etwas gönne, ist das normalerweise etwas Tastbares wie ein interessantes Buch, eine gute Mahlzeit, etc. Allerdings würde der größte Luxus für mich bedeuten, alle meine Liebsten zur gleichen Zeit an einem Tisch zu versammeln, mit gutem Essen und Trinken, viel Lachen, großartigen Geschichten und einem Abend der nie zur Ende geht. Leider kann man sich das nicht wirklich gönnen, nur hoffen. Wäre aber schön sein…

S: Für alles andere gibt es Master Card..

Welche Art Restaurant plant ihr zu öffnen?

L & S: Das Restaurant das wir eröffnen wollen, ist ein Ort wo man in einer gemütlichen Atmosphäre gut essen und trinken kann. Unser Stil ist geprägt durch die Erfahrungen die wir in den letzten 11 Jahren gesammelt haben und basiert auf der Weiterentwicklung unserer eigenen Ideen. Wichtig ist uns, dass unsere Persönlichkeit deutlich zu spüren ist: Einfach aber modern, geformt durch Europäische Einflüssen, wobei das Handwerk der zentrale Punkt ist. Wir stellen uns ein Restaurant für ca. 30 Gästen vor, die sich mit Freude eine Mahlzeit teilen.

 

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Seid wann seid ihr in Berlin?

L & S: Seit einem Jahr.

In welchem Stadtteil sollte das Restaurant idealerweise liegen und weshalb?

L & S: Unsere Präferenzen sind Kreuzberg, Neukölln und einige Ecken in Mitte. Moabit finden wir auch spannend. Da wir noch nicht so lange in Berlin sind, gehen wir von unserem Bauchgefühl aus. Die perfekte Location ist wichtiger als der Stadtteil.

In welchem Stadtteil wohnt ihr?

S: Prenzlauer Berg

L: Friedrichshain

   

Was hat Euch dazu bewogen einen eigenen Laden eröffnen zu wollen?

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L & S: Das war einfach die logische Schlussfolgerung. Wir sind beide aufgewachsen in einer Unternehmerfamilie, Lode’s Eltern besitzen eine Bäckerei, Stijn’s Eltern führen eine Gastwirtschaft. Nach all denn Jahren in denen wir für andere Unternehmern gearbeitet haben, merkten wir, dass ein eigenes Unternehmen der einzige Weg ist den eigenen Ideen nachzugehen, einen eigenen Stil zu entwickeln und Vorgehensweisen zu formen.

Welches ist momentan Euer Lieblingsrestaurant und weshalb?

L & S: Natürlich gibt es da mehr als ein Restaurant! Bar Tartine (San Francisco), Bones (Paris) und Lyle’s (London) sind alle Restaurants, die von Leuten geführt werden mit unterschiedlichen und interessanten beruflichen Hintergründen, die einfach wahnsinnig gutes Essen servieren. Die Restaurants verstehen ganz genau wie man eine Brücke schlägt zwischen spannenden, herausfordernden Gerichten und gut zubereiteten Versionen von Klassikern. Das alles in einer freundlichen und ‚casual’ Atmosphäre. Aber wenn es um ein Restaurant hier in Berlin geht, das wir gerne besuchen, gibt es bei Stijn um die Ecke das “Zur Haxe”. Nicht nur weil wir es uns leisten können, aber weil sie einfach verstehen was gute Gastfreundschaft bedeutet und das Essen niemals enttäuscht. Genau dafür sollte es für viele Restaurants in Berlin ein Vorbild sein.

Wie seid ihr dahin gekommen, wo ihr jetzt seid?

L & S: Ausdauer, harte Arbeit? Keine Ahnung. Wir haben einfach immer das versucht zu machen was wir im Kopf hatten und dass hat bis jetzt zum Glück gut funktioniert.

Was sind bezogen auf Euere Idee die größten Probleme und wie geht ihr damit um?

L & S: Die Problemen sind eher die Sachen, womit wir noch kein Erfahrung haben. Businessplan, Finanzielle Planung, das Deutsche Steuer und Finanzsystem, etc. Aber dafür gibt es nur ein Lösung: man muss es einfach versuchen!

Welche Träume habt ihr?

S & L: Wir träumen jetzt schon von unserem eigenen Restaurant. Wir hoffen dass sich alles so ergeben wird wie wir uns das jetzt vorstellen und das die Zusammenarbeit unsere Ideen so vorantreiben wird, sodass wir eine wunderschöne Zeit haben werden. Und dann kommen von selbst wieder neue Träumen.